Zinkbalance beleuchtet, wie das Spurenelement Zink am normalen Vitamin-A-Stoffwechsel beteiligt ist. Fundierte Darstellung auf Grundlage europäischer Gesundheitsangaben.
Leitfaden entdeckenDer Vitamin-A-Stoffwechsel beschreibt die Gesamtheit der biochemischen Vorgänge, durch die der menschliche Körper Vitamin A aufnimmt, umwandelt, transportiert und schließlich in den Zielgeweben verwertet. Vitamin A — auch als Retinol bekannt — ist ein fettlösliches Vitamin, das für eine Vielzahl physiologischer Abläufe von Bedeutung ist.
In der Nahrung liegt Vitamin A in zwei Hauptformen vor: als vorgebildetes Retinol in tierischen Lebensmitteln und als Provitamin-A-Carotinoide (insbesondere Beta-Carotin) in pflanzlichen Quellen. Beide Formen müssen im Körper metabolisch umgewandelt werden, bevor sie ihre biologischen Funktionen erfüllen können.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den Zusammenhang zwischen bestimmten Mineralien und dem Vitamin-A-Stoffwechsel wissenschaftlich geprüft. Auf dieser Grundlage hat die EU-Kommission zugelassene gesundheitsbezogene Angaben veröffentlicht.
Zink verfügt über eine von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zum normalen Vitamin-A-Stoffwechsel.
Damit Vitamin A von der Leber zu den Zielgeweben transportiert werden kann, wird es an das Retinol-Bindungsprotein (RBP) gekoppelt. Die Synthese dieses Transportproteins in der Leber ist ein zinkabhängiger Prozess. Ohne eine ausreichende Zinkversorgung kann die RBP-Produktion beeinträchtigt sein.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die Umwandlung von Retinol in Retinal — die biologisch aktive Form des Vitamin A — wird durch das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) katalysiert. Dieses Enzym benötigt Zink als Kofaktor, um seine katalytische Aktivität entfalten zu können. Zink ist hier direkt am aktiven Zentrum des Enzyms beteiligt.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Vitamin A gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und wird im Körper hauptsächlich in der Leber gespeichert. Es ist an zahlreichen physiologischen Prozessen beteiligt, darunter:
Damit all diese Prozesse ablaufen können, muss Vitamin A zunächst korrekt metabolisiert werden. Der Vitamin-A-Stoffwechsel umfasst die Aufnahme im Darm, den Transport über das Blut, die Speicherung in der Leber und die Umwandlung in die biologisch aktiven Formen Retinal und Retinsäure.
Zink wirkt an mehreren Stellen des Vitamin-A-Stoffwechsels als Kofaktor. Die wissenschaftliche Grundlage hierfür wurde von der EFSA überprüft:
„Zink trägt zu einem normalen Vitamin-A-Stoffwechsel bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Konkret ist Zink an folgenden Schritten beteiligt: Es fungiert als Bestandteil der Alkoholdehydrogenase, die Retinol in Retinal umwandelt. Zusätzlich wird Zink für die Synthese des Retinol-Bindungsproteins (RBP) in der Leber benötigt, welches den Transport von Vitamin A im Blut ermöglicht. Ohne dieses Transportprotein kann gespeichertes Vitamin A die Leber nicht verlassen und die Zielgewebe nicht erreichen.
Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das über die Nahrung zugeführt werden muss. Der tägliche Referenzwert für Zink liegt gemäß EU-Verordnung 1169/2011 bei 10 mg. Zu den zinkreichsten Lebensmitteln zählen Austern, Rindfleisch, Kürbiskerne, Linsen und Haferflocken. Bei überwiegend pflanzlicher Ernährung kann die Bioverfügbarkeit durch Phytinsäure vermindert sein — Einweichen und Keimen von Hülsenfrüchten kann diesem Effekt entgegenwirken.
Der tägliche Referenzwert für Vitamin A beträgt gemäß EU 800 µg Retinol-Äquivalent. Tierische Quellen wie Leber, Eier und Milchprodukte liefern vorgebildetes Retinol. Pflanzliche Lebensmittel wie Karotten, Süßkartoffeln und Spinat enthalten Beta-Carotin, das im Körper zu Retinol umgewandelt wird — ein Prozess, an dem ebenfalls zinkvermittelte Enzyme beteiligt sind.
Ausführliche Informationssammlung zum Zusammenhang zwischen Zink und dem normalen Vitamin-A-Stoffwechsel — gemäß EU-zugelassenen Angaben.
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